KStA: Einsatz für die Flüchtlinge in Köln

Sie sind grundverschieden, doch dasselbe Ziel eint sie: Wie sich ein Franziskaner-Mönch, ein Student und ein pensionierter Lehrer für Flüchtlinge engagieren.
Die Jesiden in Nordirak waren es gewohnt, bespuckt, beschimpft und geschlagen zu werden. Als aber im August 2007 die Terrorgruppe Al-Kaida vier Anschläge in den ausschließlich von Jesiden bewohnten Dörfern El Khatanijah und El Adnanijah verübten, war Kava (Name geändert) klar, dass das Leben für ihn und seine Familie im Irak zu gefährlich werden würde.
Seine Familie kratzte 10.000 Dollar zusammen, um die Schlepper zu bezahlen, die den 22-Jährigen über die Türkei nach Europa brachten. Kava landete Ende 2010 in Dortmund, später in Köln, Bruder, Vater und Mutter folgten ihm auf verschlungenen Wegen nach Europa. Hätte Kava in Köln nicht Jürgen Neidzert getroffen, der ihm half, seinen Asylantrag durchzuboxen, wäre er vermutlich bald wieder abgeschoben worden. „Damals hat sich noch keiner für die Jesiden interessiert“, sagt Neidzert. Der Franziskaner-Mönch ist ein Profi, was ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit angeht. Neidzert setzt sich seit 25 Jahren für Menschen im Kirchenasyl, im Rahmen der Friedensbewegung und in der Initiative „Kein Mensch ist illegal“ ein.

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